Unsere Sicht auf das Bodegelände – HAZ-Artikel: Wie geht es mit der Bebauung des Bode-Geländes weiter?
Am 06.08.2026 erschien der HAZ-Artikel: „Wie geht es mit der Bebauung des Bode-Geländes weiter?“ bei dem sich alle Parteien und Wählergemeinschaften zu dieser Thematik äußern durften. Dazu wurde uns im Vorfeld die Frage „Wie stehen Sie zur Bebauung des Bode-Geländes?“ gestellt. Unsere auf 500 Zeichen begrenzte Antwort sehen Sie im nächsten Absatz und anschließend sehen Sie unsere Ausführungen zum Artikel.
Unsere Antwort
„Wir befürworten eine Bebauung mit Augenmaß. Das geplante Bauvorhaben ist aus unserer Sicht zu unausgewogen und hat den massiven Protest der Menschen vor Ort ignoriert. Bei Projekten dieser Größenordnung müssen die Bürger frühzeitig informiert und verbindlich beteiligt werden. Das Maß der Bebauung darf sich nicht allein an wirtschaftlichen Interessen orientieren, sondern muss sich in das Ortsbild einfügen, um die lokale Lebensqualität und den besonderen Charakter von Isernhagen zu erhalten. Ebenso erwarten wir ein schlüssiges Verkehrs-, Stellplatz- und Mobilitätskonzept, bevor gebaut wird.“
Wiedergabe in der HAZ
„‚Wie befürworten eine Bebauung mit Augenmaß‘ , so Miteinander Isernhagen (MIT). Das Bauvorhaben sei zu unausgewogen und habe den massiven Protest vor Ort ignoriert. Das Maß der Bebauung dürfe sich nicht allein an wirtschaftlichen Interessen orientieren, sondern müsse sich in das Ortsbild einfügen, um die lokale Lebensqualität und den besonderen Charakter von Isernhagen zu erhalten. ‚Ebenso erwarten wir ein schlüssiges Verkehrs-, Stellplatz- und Mobilitätskonzept, bevor gebaut wird.'“
Bürgerbeteiligung
Wir bedanken uns bei der HAZ für die Möglichkeit unsere Ansichten zu äußern. Jedoch müssen wir anmerken, dass unsere Forderung, dass die Bürger bei Projekten dieser Dimension frühzeitig informiert und beteiligt werden sollten, im Artikel nicht vorkommt. Dieser Aspekt ist für uns eine Herzensangelegenheit, da wir als Bürger eben diese Beteiligung nicht erfahren haben. Deshalb treten wir an, um dafür zu sorgen, dass wir Bürger bei großen Bauprojekten im Gemeindegebiet informiert und beteiligt werden sowie dass mehr Transparenz bei Entscheidungsfindungen gelebt wird. Dafür sind Informationsveranstaltungen, die stärkere Einbindung der lokalen Presse, der sozialen Medien und eine Überarbeitung des Ratsinformationssystem unerlässlich. In unserer Antwort und somit im HAZ-Artikel konnten wir dieses Thema aus Platzgründen in dieser Deutlichkeit leider nicht platzieren.
Antworten anderer Parteien und unsere Kritik
Wir mussten festhalten, dass die fundierte Kritik aus der Bevölkerung an der Dimension des Bodegeländes weiterhin kein Gehör bei der FDP und der CDU findet. Die FDP stellt sich hinter die massive Bebauung: „Wir stehen voll und ganz hinter diesem Projekt“. Auch die CDU möchte das Projekt schnell umsetzen: „Jetzt braucht Isernhagen aber auch Verlässlichkeit. Das Gelände bietet die Chance dringend benötigten Wohnraum an einem verkehrlich gut angebundenen Standort zu schaffen …“ Uns wundert es, dass die CDU das Gelände als verkehrlich gut angebunden ansieht, da bereits Überlegungen die Kreuzung Bahnhofstraße/Burgwedeler Straße auf Steuerzahlerkosten umzubauen, auf den Weg gebracht wurden. Weitere Umbaumaßnahmen anliegender Straßen wurden ebenfalls bereits in Aussicht gestellt.
Die SPD schreibt: „Die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner nehmen wir ernst.“ Man habe eine Aussetzung beantragt, um eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen und das Verkehrs- und Parkplatzkonzept zu prüfen. Diese Einsicht kommt sehr spät, da die SPD jahrelang für das Projekt in dieser Form gestimmt hat und selbst nicht über die Dimension aufgeklärt hat. Die Grünen, die zwar kontinuierlich gegen das Projekt gestimmt haben, es jedoch verpassten, die Bürger zu informieren, gestehen sich jetzt ein, dass die Einbindung der Bevölkerung bisher nicht gut gelaufen ist.